Die Übernahme schwerverletzer Patienten vom Rettungsteam und die unmittelbare interdisziplinäre Versorgung im Schockraum stellen höchste Ansprüche an ein gut eingespieltes Team. Die reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Fachgebiete basiert dabei auf guter Ausbildung und langjähriger Erfahrung der eingesetzten Ärzte und Pflegekräfte. Eine besondere Herausforderung bedeutet die Funktion des Team-Leaders, der alle Untersuchungen und Befunde überblicken, sowie alle Maßnahmen zeitgerecht koordinieren muss.
Die Versorgungssequenz richtet sich zwar nach dem ABCDE der Traumaversorgung, stellt aber keine starre Abfolge bestimmter Untersuchungen und Interventionen dar. Vielmehr müssen  alle Untersuchungen und Interventionen dem Patientenzustand angepasst  teilweise zeitgleich durchgeführt werden. Die Aufgaben- und Rollenverteilung im Team steht grundsätzlich fest, trotzdem liegt es in der Verantwortung des Team-Leaders diese parallel ablaufenden Prozessen sinnvoll zu koordinieren, um den maximalen Nutzen für den Patienten zu erzielen.
Die Ausbildung solcher Team-Leader ist das Ziel des Europesn Trauma Course (ETC), der am vergangenen Wochenende organisiert von traumateam e.V. und mit Unterstützung der agbn zum wiederholten Mal am Bundeswehrkrankenhaus Ulm stattfand.
Bei einem Verhältnis von 14 Instruktoren zu 24 Teilnehmern, die aus Kliniken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg kamen, konnte die Team-Leader-Funktion in zahllosen Szenarien mit steigenden Anforderungen geübt werden.
Bilder vom Kurs gibts auf traumateam.de

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