One thought on “Aktuelle Presseerklärung zum Thema – Wohin im Notfall?

  1. Sehr geehrte Kollegen

    ich stimme dem Autor absolut zu-korrigiere Ihn jedoch in ein paar Details: gerade bei niedrig schwelgen Erkrankungen sind Hausärzte die besseren Notfall Ärzte, da ein Großteil der Notärzte und Ärzte in der ZNA auf diese Art von Behandlung nicht geschult sind.

    die Krankenhäuser jammern über die Vielzahl an Patienten, die lediglich Bagatell-Erkrankungen aufweisen; andrerseits kalkulieren sie fest mit diesen Patienten, da sie eine Vergütung von 120,-€ erhalten ( 4 – faches Honorar zum KV Sitzdienst)
    Die Notarzt jammern über diese Fehlalarmierungen-andrerseits führt in meinem Dienstgebiet fast niemand Notarzt – Versorgungen vor Ort durch, sondern liefert diese stationär ein und blockiert damit ebenfalls die NotfallZentren; diese vor Ort Versorgung blockiert den Notarzt weniger als ein sinnloser Transport!

    Die Strategie der KVB seit 2008 dreimal die Nummer des Bereitschaftsdienstes zu wechseln, hat der Akzeptanz massiv geschadet

    ferner die Neuordnung der Notdienst – Bezirke mit enormen Flächen auf Wunsch von uns Ärzten, hat die Patientenversorgung in meinen Augen deutlich verschlechtert
    zum Beispiel mein Dienstbezirk: bis Juli 2016 maximale Entfernung für Hausbesuche 14km – da waren zu jeder Zeit Besuche möglich ohne lange Wartezeit
    nun beträgt die maximale Distanz 46!! KM – hier können Besuche nicht mehr unmittelbar nach Anruf getätigt werden, sondern erfordern eine andere Koordination und damit bedingt Wartezeiten für die Patienten

    es handelt sich um ein strukturelles Problem, das wir Ärzte durch unsere Interessen zum Großteil selbst herbei geführt haben und das sich weiter zuspitzen wird, wenn das neue Bereitschaftsdienst Modell (vgl Modellbezirk Straubing) bayernweit umgesetzt wird.
    Dr H F Fertig

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