Letztes Wochenende war es nun soweit! Das Seminar  „Der Alpine Notfall im Winter“ fand das erste Mal statt!
Schnee und Wetteraussichten waren sehr gut und so konnten beim Wintersport das Anliegen einer Fortbildung gut verbunden werden.

Treffpunkt war die Talstation der Brauneck-Bahn in Lenggries. Der Schwerpunkt des ersten Tages lag auf Kameradenhilfe nach einem Lawinenabgang: so wurde die Funktionsweise und Handhabung des Lawinen-Verschütteten-Suchgeräts (LVS) sowie die Suchstrategien (Signalsuche, Grobsuche, Feinsuche und Punktortung) erläutert und geübt. Auch die  Funktionsweise des Lawinen-Airbags wurde demonstriert.
Die Lawinen-Simulationsanlage bei der Tölzer Hütte bot dafür exzellente Rahmenbedingungen und die partnerschaftliche Betreuung durch das dortige Expertenteam war hervoragend.

Am 2. Tag wurde die LVS-Suche im Trainingsgelände wiederholt,  und das Sondieren an der Sondenbar gelernt. Das praktische Üben auf dem Lawinenfeld, das Annähern an die Lawine, das Einrichten eines Materialdepots, und schließlich die Suche auf Zeit und das Ausgraben/Freilegen eines Verschütteten waren eine große Herausforderung für alle Teilnehmer. Die Problematik der Unterkühlung, die Bedeutung einer Atemhöhle wurden ebenso unterrichtet wie die Suche ohne LVS-Gerät.

Am 3. Tag lag der Schwerpunkt der Fortbildung auf der Orientierung im Gelände und einer Einweisung am Hubschrauber.

Die Fortbildung endete nicht auf der Piste, sondern wurde durch interkollegialen Gedankenaustausch und Gespräche am Abend in der Hotelbar fortgesetzt.

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