Home > Fachliteratur > Gebauer F., Hirschberger S., Markus M.: Methoden der Bergung Verschütteter aus zerstörten Gebäuden

Gebauer F., Hirschberger S., Markus M.:

Methoden der Bergung Verschütteter aus zerstörten Gebäuden

Schriftenreihe der Schutzkommission beim Kultusminister des Innern

Herausgegeben vom Bundesverwaltungsamt Zentralfälle für Zivilschutz, Band 46, 2001 ISNN 0343-5164


Beim Einsturz von Gebäuden mit einer Verschüttung von Menschen ist deren Befreiung nur mit fremder Hilfe möglich. Für Rettungspersonal ergeben sich während des Rettungseinsatzes sehr schwierige und zeitaufwendige Aufgaben, denn Verschüttete und auch Retter sind während der Arbeiten erheblichen Gefahren durch sich bewegende Trümmerteile ausgesetzt. Der Bericht befasst sich mit technischen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen nach Gebäudeschäden und hat zum Ziel, Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Sicherheit von Helfern und Opfern nach Gebäudezusammenbrüchen zu liefern. Der Schwerpunkt liegt auf den Methoden der Bergung, wobei daneben auch allerdings nur randständig Gesichtspunkte der Rettung angesprochen werden. Es wurden Schadensberichte von Gebäudeeinstürzen und Einsatzberichte von Rettungsmaßnahmen gesammelt und ausgewertet. Vordergründig wurden Versagensverhalten und Versagensformen von Gebäuden neuerer Bauweise ermittelt, sowie Geräteverfahren, die sich bei der Behebung dieser Schäden bewährt haben. Basierend auf diesen Erfahrungen wurden Untersuchungen bezüglich der für Rettungsaktionen notwendigen Maschinen und Werkzeuge durchgeführt. Trümmerstrukturen, die sich beim Einsturz von Stahlbetongebäuden bilden, weisen häufig stabile und große Hohlräume auf, in denen Personen den Einsturz nur gering oder unverletzt überleben können. Es ist deshalb gerechtfertigt nach Ansicht der Autoren, entsprechende Versuche gemacht zu haben. Es zeigte sich, dass es keine idealen Geräte und Verfahren für bestimmte Situationen gibt. Es wurden jedoch Auswahlkriterien für den Geräteeinsatz ermittelt. Regeln für die auf die spezielle Rettungssituation angepassten Vorgehensweisen wurden aufgestellt. Wegen der erhöhten Unfallgefahr bei Rettungsarbeiten erscheinen den Autoren gemeinsame Übungen mit Rettungsorganisationen notwendig, die die Zusammenarbeit und die Motivation bei der Durchführung verbessern. Fehlereinsatzberichte und Interviews bestätigen den Bedarf an einer routinierten Zusammenarbeit. Damit wird die Verbindung zum Rettungsdienst hergestellt, allerdings beschränken sich die Ausführungen auf die Technik, so dass der Bericht nur für speziell an diesem Teilproblem Interessierte aus dem Rettungsdienst von Bedeutung ist. Vordergründig richten sich die Untersuchungen und deren Ergebnisse an technische Rettungseinheiten, wie z. B. dem THW.

P. Sefrin, Würzburg

Die agbn - Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte ist Mitglied in der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.V. (BAND) und Partner von Dr. Heinrich Hindelang - Zahnärzte Nürnberg, welcher unter anderem Implantologie in Nürnberg anbietet.
06.2.2012 12:16:00