Wir begrüßen Sie auf der Website der
Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte!

Wir vertreten die notfallmedizinischen Interessen der etwa 3000 bei uns organisierten Notärztinnen und Notärzte und an der Notfallmedizin interessierten Ärztinnen und Ärzte –
und vor allem die notfallmedizinischen Interessen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Bayern!

Wir freuen uns über Ihren Besuch !

 


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++




+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++




 


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++


Kassenärztliche Vereinigung ( 29.07.2013 PM 219/13)
Einigung zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und den Kostenträgern: Finanzierung der Notarztversorgung ist sichergestellt - Notarztdienst zukunftsfähig gestalten


+++ Unter Vermittlung der Bayerischen Staatsministerien des Innern sowie für Umwelt und Gesundheit haben sich die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die bayerischen Krankenkassen sowie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung über die Finanzierung der Notarztversorgung geeinigt: Für das laufende Jahr 2013 wird eine Honorarvereinbarung abgeschlossen, die die Finanzierung der geleisteten Einsätze sicherstellt. Für das Jahr 2014 soll eine Vergütungsvereinbarung noch in diesem Herbst vorliegen. Ziel ist es, das Vergütungsniveau der notärztlichen Leistungen sicherzustellen. Im Vorgriff darauf stellen die Kostenträger darüber hinaus zur Vermeidung struktureller Defizite in der Notarztversorgung Mittel der Strukturförderung zur Verfügung. Damit soll der Notarztdienst im Flächenstaat Bayern, insbesondere auch in einsatzschwachen Gebieten, unterstützt werden. Die KVB wird die Mittel einsetzen, um mit gezielten Maßnahmen die Bereitschaft zur Mitwirkung von Ärzten im Rettungsdienst flächendeckend zu gewährleisten. Mit diesem Ergebnis wurde auch die Gesprächsbasis geschaffen, um weitere Themen, wie z. B. die Ermächtigungen und das Abrechnungsverfahren, konstruktiv zu diskutieren und im Sinne einer guten medizinischen Versorgung in Bayern umsetzen zu können. Damit ist die Grundlage gegeben, den Notarztdienst in Bayern dauerhaft sicherzustellen und zukunftsfähig zu gestalten. +++


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++




 


+++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++


Sicherung der Vergütung der Notärzte

Ministerium verkündet Verhandlungserfolg - Skepsis bleibt


Die Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) begrüßt die Willensbekundung der Einigung bezüglich der Finanzierung der notärztlichen Versorgung in Bayern wie in der Pressemitteilung des Bay. Staatsministerium des Inneren vom 29.07.2013 ( PM 219/13) mitgeteilt wurde.


Erfreulich ist, dass die Vergütung der Einsätze für die Jahre 2013 und 2014 auf dem bisherigen Niveau sichergestellt ist. Allerdings findet sich keine Erwähnung, wie die Defizite aus den Jahren 2009 - 2012 geregelt sind, die zu empfindlichen Abzügen bei der zurückliegenden Auszahlung der Notärzte geführt hat. Begrüßt und als Weg in die richtige Richtung ist auch eine Strukturförderung zur Gewinnung von Notärzten in ländlichen Regionen. Es bleibt abzuwarten, ob diese greift, um die entstandenen Lücken zu füllen. Offen bleibt auch das Problem der kostenintensiven Zulassung von Notärzten an den einzelnen Standorten. Mit der erreichten Einigung unter den Beteiligten ist eine der Forderungen der agbn erfüllt worden, wobei damit die Hoffnung verbunden wird, dass die angekündigten „konstruktiven Diskussionen“ zu einer dauerhaften Lösung der noch ausstehenden Probleme im Interesse von Patienten und Notärzten, abseits der bisherigen Verwaltungswirrungen führen wird.

...als PDF lesen


+++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++


 
 


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++




Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es tut sich viel in der Berufspolitik. Die agbn hat deshalb eine eigene Seite www.bayern-ohne-notarzt.de geschaltet. Dort wird zeitnah berichtet, wie die agbn zusammen mit ihren nimmermüden Unterstützern der gegenwärtigen Misere im Bayerischen Notarztsystem mit unerwarteten, kreativen und eskalierend bissigeren Aktionen begegnet. UND: Jeder kann dort nicht nur lesen, sondern auch etwas tun! Nehmen Sie an den dort eingestellten Umfragen teil.
Gleichzeitig beteiligt sich die agbn an der Seite www.bayerische-notaerzte.de. Diese Seite liegt bewusst in freier Trägerschaft, um dort uneingeschränkt Öffentlichkeit auch für Positionen zu ermöglichen, die mit den Überzeugungen der agbn nicht übereinstimmen. Vernetzen Sie sich!

Ihre agbn


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++




 

Zum agbn-Newsletter angemeldet ???


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++



agbn-Sonder-Newsletter 2013/06


Fachgespräch im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags zur Situation der notärztlichen Versorgung in Bayern



Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Notarzt ist AUSdie Landtagsanhörung hat stattgefunden. Im sog. „Fachgespräch“ wurde die Situation des bayerischen Notarztdienstes mit geladenen Gästen diskutiert. Die agbn hat dabei als wesentliche Problempunkte die unselige Ermächtigungslösung, wie auch die unerträgliche Vergütungsproblematik klar dargestellt.

In der Diskussion zeigte sich, dass den Abgeordneten die eigentliche Brisanz des Themas wohl nicht bewusst war. Dementsprechend wurden neben der bekannten erneuten „Übergangslösung bis nach der Wahl“ auch weitere, gut gemeinte, aber doch eher weltfremd anmutende Lösungsmöglichkeiten vorgeschlagen. So brachte das Gesundheitsministerium - als Aufsichtsbehörde der KVB - den Vorschlag ein, man könne zur Besänftigung der Notärzte die per 520€-Zahlung erworbene Ermächtigung ja nicht nur auf zwei, sondern sogar auf bis zu fünf Jahre befristen.

Deinert (BRK), ehemaliger Geschäftsführer der ZAST und nach eigenen Angaben im Honorarstreit „völlig unverdächtig“, lobte die Bemühungen der ZAST und sah die KVB als den Alleinverantwortlichen an der Misere. Während Frau Enger (KVB) das vorgegebene Flussdiagramm zu Datenabgleich mit der ZAST auf einem eng bedruckten DIN-A3 Blatt unter allgemeinem Erstaunen vorstellte und darum bat, dieses Bürokratiemonster doch abzuschaffen, wurde von Seiten eines ÄLRDs (Nickl, Landshut) die Gelegenheit genutzt...

...mehr lesen ? Hier melden Sie sich zum agbn-Newsletter an !


+++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++ AKTUELLE MITTEILUNG +++




 


+++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++


Administrativ-juristische Querelen gefährden die notärztliche Versorgung in Bayern


Die aktuelle Situation des Notarztdienstes in Bayern ist geprägt von administrativ-juristischen Que-relen, die allesamt geeignet sind, das System der Notfallrettung zu schädigen und insbesondere die notärztliche Versorgung in Bayern zu demontieren. Weder persönliche Interventionen seitens des Vorstandes der
agbn, noch die schriftlich formulierten Anregungen der agbn zur Novellierung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes (BayRDG), welche die agbn im Rahmen der Verbandsanhörung in Abstimmung mit den Regionalvertretern der Notärzte Bayerns vorgebracht hatten, fanden in nennenswerter Form Einzug in das vor wenigen Tagen novellierte BayRDG.

agbn oder Notärzte fordern keine neue Organisationsformen oder mehr Geld. Im Gegenteil: die agbn fordert nur, dass Wege gefunden werden, eine Situation herzustellen, die der bis vor Inkrafttreten des BayRDG funktionierenden Organisation und Vergütung des Notarztdienstes entspricht. Es müssen Lösungen gefunden werden, die geeignet sind, das dank administrativer Fehlentscheidungen ins Trudeln gekommene System der Notarztversorgung im Interesse der Patienten flächendeckend zu erhalten, statt es bewusst oder unbewusst Schritt für Schritt zu demontieren.

Gesetzlich verordneter Nachwuchsmangel bei Notärzten

Aufgrund des Urteils des Bay. Landessozialgerichts kommt es zu großen Problemen bei der Sicher-stellung des Notarztdienstes. Statt der bisherigen, unkompliziert ausgesprochenen Berechtigungen zur Teilnahme am Notarztdienst ist nach geltender Rechtsauffassung in Zukunft auch für Notärzte eine formale Ermächtigung durch den Zulassungsausschuss erforderlich. In letzter Konsequenz führt dies nicht nur zu einem hohen, zögerlichen und kostenintensiven administrativen Aufwand, sondern bedroht insbesondere die Notarztversorgung im ländlichen Bereich. Trotz intensiver Diskussion zwi-schen KVB, Fachjuristen und Fachexperten Notarztdienst, in die auch der Landesbeauftragte der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) Bayerns eingebunden war, konnten die Beteiligten keine geeignete Lösung des vorgenannten Problems erarbeiten. Aktuell ist selbst bei höchster Kompromissbereitschaft kein Weg erkennbar, der unter Beachtung der juristischen Vorgaben geeignet erscheint, zukünftig die Teilnahme am Notarztdienst in einer praxisnahen Regelung umzusetzen.

Diese brisante Problematik fand keine Lösung im gerade abgeschlossenen Novellierungsverfahren des BayRDG. Im Gegenteil, die KVB als mit der Sicherstellung der notärztlichen Versorgung beauftragte Stelle wurde lediglich aufgefordert, ein Rechtsgutachten einzuholen, bevor von gesetzgeberischer Seite Aktionen ergriffen werden.

Weder Gesetzgeber, noch Rechtsgutachter oder Zulassungsausschüsse sind als flexibel und schnell reagierende Institutionen bekannt. Notärzte wiederum sollten stets flexibel und vielleicht auch zeit-näher verfügbar sein - zumindest entspricht das der Erwartungshaltung unserer Patienten. Dem Not-arztwesen droht dank bereits geringem Arzt-Aufkommen und bestehendem Notarzt-Mangel in der Fläche nun auch noch dank zusätzlicher, unbedachter, administrativer Vorgaben der quasi gesetzlich verordnete, potenzierte Nachwuchsmangel.

Aus einem Schreiben, das von übereifrigen, streng gesetzeskonform handelnden Mitarbeitern der KVB vorschnell bereits an mehrere Notarzt-Aspiranten versandt wurde, kann ersehen werden, was der Gesetzgeber in Auslegung durch das Bayerische Landessozialgericht fordert. Jeder bayerische Notarzt soll sich fortan durch einen - leider nur gelegentlich tagenden - Ausschuss für die jeweiligen Standorte, an denen er zum Einsatz kommen will, ermächtigen lassen. Alleine die Kosten für dieses, alle zwei Jahre zu wiederholdende rein administrative Verfahren belaufen sich (auch das ist eine ge-setzliche Vorgabe) auf 520 € pro Standort. Neben der Tatsache, dass man sich bei Wartezeit-Entgelten in Höhe von 4 bis maximal 20€ pro Stunde bzw. für ein Entgelt in Höhe von „all inclusive“ etwa 120€ für eine nächtliche Wiederbelebung eines Notfallpatienten überlegen muss, ob sich diese Investition in ein ungesundes Notarztleben lohnt, boykottiert das nun geforderte Verfahren auch noch das schnelle „Einspringen“ am fremden Standort bei Personalnot. Fällt ein Notarzt aus, kann nur einspringen, wer ermächtigt ist.

Das vorgenannte Schreiben der KVB ist glücklicherweise gegenstandslos. Nach Rücksprache mit dem Vorstand der KVB steht fest, dass weder die
agbn, noch die Notärzte Bayerns, noch die KVB bereit sind das geforderte, sinnlos umständliche, unzweckmäßige, kostentreibende und unsere Patienten gefährdende Verfahren zu akzeptieren. Die vorgenannten Schreiben werden, so wurde der agbn zu-gesichert, in den nächsten Tagen zurückgerufen. Es bedarf einer akzeptablen und flexiblen Lösung dieses, vom Gesetzgeber verursachten Problems. Andernfalls drohen bereits mittelfristig zusätzliche Lücken im Bereich der Notarztversorgung - dann selbst im städtischen Bereich - auf Grund sinnloser, administrativ-juristischer Hemmnisse aufzureißen. Der Vorstand der agbn hofft, dass der Gesetzgeber rasch zu einer kreativen Lösung kommt und ist gerne bereit, ihn dabei - wie es notärztliche Tradition ist - mit Rat und Tat zu unterstützen, damit auch in Zukunft noch ein Notarzt kommt, wenn Sie ihn brauchen.

Prof. Dr. med. Peter Sefrin
Vorsitzender der
agbn

...als PDF lesen


+++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++ AKTUELLE PRESSEERKLÄRUNG +++


 


 


+++ AKTUELLER INFOBRIEF +++ AKTUELLER INFOBRIEF +++ AKTUELLER INFOBRIEF +++


agbn-Infobrief 2013/01


Liebe agbn-Mitglieder,

mit diesem Schreiben möchten wir darauf aufmerksam machen, dass der Mitgliedsbeitrag 2013 in den nächsten Tagen per Lastschriftverfahren von Ihrem Konto eingezogen wird. Ihre Beitragsrechnung/en finden Sie in Ihrem persönlichen Account auf der Internetseite www.cme-agbn.de unter Mein Profil > Meine Rechnungen/Zahlungen . Sollten Sie Ihre Zugangsdaten vergessen haben, zögern Sie nicht diese anzufordern oder wir helfen auch gerne telefonisch.

Diejenigen, die den Mitgliedsbeitrag per Überweisung zahlen, bitten wir diesen bis spät. 10. Februar 2013 auf das Konto der
agbn zu überweisen. Sollten Sie ebenfalls Lastschrifteinzugsverfahren wünschen, bitten wir um kurze Info. Wir werden dies gerne für Sie erledigen.

Auf Grund der großen Nachfrage zum unserem Kindernotfallkurs gem. DIVI in Nürnberg haben wir für das Jahr 2013 einen 2. Kurs terminiert - 25./26. Oktober 2013 in Nürnberg. Eine Anmeldung ist bereits online möglich http://www.cme-agbn.de/_6388.html

Mit Heft 1/2013 DER NOTARZT erhalten Sie unsere Vorankündigung zur 31. Fortbildungstagung in Rosenheim - 03. bis 06. Oktober 2013 . Wir beginnen dieses Jahr bereits am Donnerstag, 03.10.2013 (Feiertag) ab 12.00 Uhr mit den Seminaren, um Ihnen die Möglichkeit zu bieten den Feiertag zu nutzen.

Bitte beachten Sie bei Ihrer Planung, dass während der 31. Fortbildungstagung in Rosenheim in München das Oktoberfest stattfindet. Aus diesem Grunde buchen Sie bitte frühzeitig Ihr Hotel. Entsprechende Angaben zu den Hotels finden Sie auf der Vorankündigung im NOTARZT / Heft 1 und unter www.cme-agbn.de

Das gesamte Programm der 31. Fortbildungstagung wird nach Ostern online auf unserer Homepage zur Verfügung stehen, so dass Sie Ihre Buchung frühzeitig vornehmen können. Nur die frühzeitige Buchung garantiert auch den gewünschten Platz in den Seminaren.

Falls Sie ein neues Mitglied für die
agbn werben und uns dies mitteilen, ist die Teilnahme an einem Seminar in Rosenheim kostenfrei.

Ihr
agbn-Team


+++ AKTUELLER INFOBRIEF +++ AKTUELLER INFOBRIEF +++ AKTUELLER INFOBRIEF +++


 


+++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++


Offener Brief der agbn an Ministerpräsident Seehofer vom 12.12.2012


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Seehofer,

die Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) wendet sich mit diesem Brief an Sie persönlich, da es uns trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen ist, das nachfolgend zusammenfassend dargestellte Problem mit den am Konflikt unmittelbar Beteiligten zu lösen. Leider ist aber eben dieser Konflikt geeignet, die Notfallversorgung der bayerischen Bevölkerung ausgerechnet über die kommenden Feiertage und leider sogar weit darüber hinaus nachhaltig zu destabilisieren. Es besteht deshalb dringender Handlungsbedarf!

Seit 2009 schwellt ein Konflikt zwischen den Sozialversicherungsträgern und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) bezüglich der Vergütung der in Bayern geleisteten Notarzteinsätze. Eine Konfliktlösung ist trotz Intervention des Bayerischen Staatsministerium des Inneren nicht in Sicht, statt dessen werfen sich die Parteien wechselseitig Fehler, Unwillen und Versagen vor, bekunden ebenso lautstark den eigenen Willen zur Problemlösung, bewegen dabei aber weder das Problem in Richtung Lösung noch sich selbst.

Pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen ist der Konflikt so eskaliert, dass ab 15.11.12 die Zahlungen an Notärzte für die geleisteten Einsätze ausgesetzt wurden. Die Zahlungen werden auf einen aktuell nicht benennbaren Zeitpunkt verschoben und sollen dann auch nur unter Vorbehalt erfolgen. Konkret wissen die Notarzt-Dienst tuenden Ärzte nicht mehr, ob, wann und in welcher Höhe die Entlohnung der geleisteten Einsätze erfolgt. Sogar eine Rückerstattung für bereits entlohnte Dienste zur Deckung der Defizite aus der Vergangenheit ist offenbar in der Diskussion. Dass ist ein unhaltbarer und unverantwortlicher Zustand.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, die bayerischen Notärzte nehmen ihre Dienstaufgabe freiwillig wahr. Sie werden verstehen, dass wir es für unzumutbar halten, wenn die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, auf deren Bereitschaft sich die Bevölkerung Tag und Nacht vertrauensvoll verlässt, die insbesondere an den kommenden Feiertagen die wertvollsten Stunden des Jahres abseits der Familie im Interesse des Gemeinwohls verbringen, nicht mehr sicher sein können, dass bzw. wann und wie hoch die geleistete Arbeit vergütet wird. Sie werden verstehen, dass wir die chronischen Diskussionen von KVB und Kassen über die in der Vergangenheit aufgelaufenen Defizite leid sind. Wir sind es leid, wenn zudem immer wieder formuliert wird, die Notärzte müssten für das Defizit, das durch die von den Leitstellen angeordneten Einsätze entstanden ist - das wir also nicht selbst zu verantworten haben - aufkommen. Wir haben keine Chance Einsätze abzulehnen.

Wir akzeptieren nicht, dass die KVB und die Sozialversicherungsträger dank mangelnder Einsicht-, Einigungs- und Kompromissfähigkeit ihre Konflikte auf unserem Rücken austragen. Wir akzeptieren nicht, dass das Innenministerium, als oberste Rettungsdienstbehörde im vorgenannten Konflikt nachdrücklich eingreifen will oder kann. Es werden hoheitlich Notarzteinsätze veranlasst, damit in Bayern jeder bestens versorgt ist und auch sein soll. Da dafür aber niemand aufkommen will, wird die Daseinsfürsorge zum „unternehmerischen Risiko“ des Notarztes.

Wir befürchten, dass die mangels verfügbarer Notärzte bereits jetzt nur noch sehr schwer zu stopfenden Lücken im Notarztdienst dank der vorgenannten Misere drastisch zunehmen. Wir fürchten auch, dass sich viele der Kollegen, die sich aktuell doch noch zu dem einen oder anderen Dienst überreden lassen, um einen Standort nicht unbesetzt zu lassen, die aktuelle Situation als Zeichen der mangelnden Anerkennung ihrer Arbeit empfinden. Diese Kollegen fühlen sich missachtet und ausgenutzt.

Verstehen Sie uns nicht falsch: wir fordern hier keine neu zu definierende Bezahlung der Notarzteinsätze, sondern die Vergütung der bereits erbrachten bzw. in Zukunft zu erbringenden Leistungen, die aktuell nicht gewährleistet sind.

Wir wollen mit diesem Brief niemandem den „Schwarzen Peter“ zuweisen, nicht der KVB, nicht den Krankenkassen und auch nicht dem Innenministerium. Die bisher ausschließlichen und andauernden, rückwärtsgewandten wechselseitigen Schuldzuweisungen haben die Misere zur jetzigen Kumulation getrieben. Es bedarf des klaren und kompromissbereiten Lösungszwanges für die aus unserer Sicht in jeder Form unselig taktierenden Akteure. Daher bitten wir Sie, Herr Ministerpräsident: Greifen Sie ein und sorgen Sie für eine rasche, klare und akzeptable Lösung, im Interesse der Aufrechterhaltung der notärztlichen Versorgung, für die wir unermüdlich arbeiten und auf die Bayern stolz sein kann.

Ein in Bayern hoheitlich angeordneter Notarzteinsatz wird durch den alarmierten, freiwillig am Notarztsystem teilnehmenden Arzt unabhängig von Versicherungsstatus, persönlichen Verhältnissen und Nationalität des zu behandelnden Patienten sofort und nach bestem Können ausgeführt. Demgegenüber muss aber auch klar sein, dass ein solcher Einsatz ebenso vorbehaltlos und rasch vergütet werden muss. Können sich Kostenträger und Abrechnungsinstitutionen dabei weiterhin nicht auf einen sinnvollen Modus einigen, bedarf es dringlich eines regulierenden Eingriffs.

Es macht wenig Sinn, die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen, wenn diese Sicherheit droht nicht mehr flächendeckend verfügbar zu sein. Herr Ministerpräsident, wir bauen auf Ihre Vermittlung und wenn diese nicht fruchtet auf eine geeignete Weisung.

Der Vorstand der agbn stellvertretend für seine 3100 Mitglieder.

Prof. Dr. med Peter Sefrin
Dr. med. Björn Hoßfeld
Klaus Friedrich
Dr. med. Roland Huf
Prof. Dr. med. Alexander Beck
Dr. med. Rainer Schua
PD Dr. med. Michael Reng
PD Dr. med. Thomas Wurmb

als PDF lesen...

Hierzu auch sehr WICHTIG: Aktuelle Presseerklärung zum Thema - Keine Notärzte zu Weihnachten


+++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++


 
 


+++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++


Aktuelle Information zum KVB - Ergebnisprotokoll der Telefonkonferenz Fachexperten Notarztdienst


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben mit unserem letzten Newsletter mitgeteilt, dass die von der VV der KVB zum 1.10. beschlossene Absenkung der Notarztvergütung nicht umgesetzt wird. Da die KVB diese Aussage bisher noch nicht in Form eines offiziellen Schreibens bestätigt hat, möchten wir Ihnen hiermit aus dem Protokoll der Telefonkonferenz der sog. Fachexperten vom 22.8. berichten.

Da solche Protokolle in der Regel unter den Teilnehmern vertraulich gehalten werden, wir aber in Anbetracht der bisher noch nicht erfolgten schriftlichen Mitteilung seitens der KVB einen eklatanten Klarstellungsbedarf sehen, erlauben wir uns zumindest den relevanten Auszug des Protokolls zu veröffentlichen...

...mehr lesen


+++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++ AKTUELLE INFORMATION +++


 
 

Abrechnungsprogramm agbnDOC ist verfügbar!


Die agbn hat sich um eine Vereinfachung der Abrechnung mit der KVB bemüht und ein Abrechnungsprogramm agbnDoc erstellt.

Es handelt sich um ein kostenloses, von den Studenten der Medizininformatik an der Hochschule Regensburg programmiertes Offline-Abrechnungsprogramm für die Bayerischen Notärzte. Sie können damit alle von emDoc zur Abrechnung erforderlichen Angaben für beliebig viele Einsätze auf Ihrem Computer eingeben und speichern.


>> weiter zum Abrechnungsprogramm agbnDOC >>

 

Sind Sie Notärztin oder Notarzt?
Oder interessieren Sie sich für die Notfallmedizin in Bayern?

Dann sollten Sie unseren agbn-Newsletter abonnieren! Etwa alle zwei Monate (bei Bedarf öfter) informieren wir Sie dann schnell, umfassend und natürlich kostenlos über aktuelle Entwicklungen des Notarztdienstes und der Notfallmedizin in Bayern. Aktueller und kompetenter erhalten Sie diese Informationen nirgends.

So abonnieren Sie den agbn-Newsletter:
Registrieren Sie sich auf http://www.cme-agbn.de.

 

"Critical Incident Reporting System - CIRS" für die Notfallmedizin

Notfallmedizin ist eine ausgesprochene Hochrisiko-Tätigkeit: Nicht selten schwer kranke oder verletzte Patienten, manchmal rapide Verschlechterung, ungünstige Umgebung... Unter diesen schwierigen Bedingungen kommt es immer wieder zu "critical incidents", das heisst kritischen Ereignissen, die häufig gerade noch gut gehen.
Analysiert man solche critical incidents, so kann man typische, immer wieder auftretende Hochrisiko-Situationen identifizieren und daraus Schlüsse ziehen, wie diese critical events erheblich reduziert und die Sicherheit für die Patienten und Notärzte erhöht werden können.
In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) wurde deshalb ein Internet-basiertes, absolut anonymes "Critical Incident Reporting System - CIRS" entwickelt. Wir bitten Sie herzlich uns über diese Website critical events/Hochrisiko-Situationen aus dem Notarztdienst zu berichten - die Anonymität ist absolut gewährleistet, die Herkunft des Berichtes kann nicht zurückverfolgt werden. Wir, ein Expertengremium unter Beteiligung der agbn, werten die Berichte aus und stellen Ihnen die Ergebnisse vor, zum Beispiel bei unseren Fortbildungsveranstaltungen.
Damit tragen Sie und wir erheblich dazu bei, dass unsere schwer erkrankten oder verletzten Patienten noch besser und sicherer behandelt werden können. Wir danken Ihnen jetzt schon für Ihre Berichte!


http://www.cirs-notfallmedizin.de

 

Erklärung
Mit dem Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat.
Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert.
Ich habe auf verschiedenen Seiten dieser Homepage Links zu anderen Seiten im Internet gelegt.
Für all diese Links gilt: Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich keinerlei Einfluß auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf dieser Homepage und mache mir ihre Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf meiner Site angebrachten Links, sowie Seiten, die durch Webringe aufgerufen werden oder Gästebucheinträge.

Der Webmaster der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte


Die agbn - Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte ist Mitglied in der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.V. (BAND) und Partner von Dr. Heinrich Hindelang - Zahnärzte Nürnberg, welcher unter anderem Implantologie in Nürnberg anbietet.
24.7.2014 8:23:08