Wir begrüßen Sie auf der Website der
Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte!

Wir vertreten die notfallmedizinischen Interessen der etwa 3000 bei uns organisierten Notärztinnen und Notärzte und an der Notfallmedizin interessierten Ärztinnen und Ärzte –
und vor allem die notfallmedizinischen Interessen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Bayern!

Wir freuen uns über Ihren Besuch !

 


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Vergütungsregelung für Notärzte

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hatten versprochen, dass wir uns vor und hinter den Kulissen um die erforderlichen Nachbesserungen bei der Vergütungsregelung kümmern. Wie unter Anderem
hier zu lesen war, gibt es auch erste positive Signale.

So freuen wir uns, heute mitteilen zu können, dass als erster sinniger Schritt dieses Jahres die Berechnung zur Verlustbegrenzung samt zugehöriger Vergütungsanpassung NICHT wie ursprünglich angekündigt AUF ANTRAG sondern zum Quartalsende für jede Notärztin und jeden Notarzt AUTOMATISCH erfolgen wird.

Ja, das ist nur ein sehr sehr kleiner Schritt und wir hören schon, wie die üblichen Verdächtigen jetzt lamentieren „die agbn rühmt sich für Regelungen, die wir für selbstverständlich halten und außerdem…“. Denen empfehlen wir, beim Antragsverfahren zu bleiben, denn es ist ja nicht verboten Anträge zu schreiben.

Wir sparen uns ab sofort die Anträge, bleiben dran und werden uns bemühen weiter kleine (und vielleicht auch mal große) Schritte für Sie zu gehen… lieber langsam, dafür aber vorwärts, da sind wir ungebrochen zuversichtlich. Wir halten Sie auf dem Laufen(den)...

Mit herzlichen Grüßen

Peter Sefrin und Michael Reng


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Dringende Information!

Fortbildung für Notärzte

Der 73. Bayerische Ärztetag bittet das Präsidium der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), dem Bayerischen Ärztetag 2015 eine Satzungsregelung der BLÄK vorzulegen, in der die Fortbildungspflicht von Notärzten entsprechend Artikel 44 Abs. 2 des Bayerischen Rettungsdienstgesetz (BayRDG) konkretisiert werden soll. Der notwendige Fortbildungsumfang soll 50 Fortbildungspunkte im Zeitraum von fünf Jahren im Rahmen des Fortbildungszertifikats der BLÄK umfassen, die durch Fortbildung in für Notärzte relevanten Themen erworben werden.

Die Nachweisführung über die einschlägigen Fortbildungsaktivitäten der einzelnen Notärztin/des einzelnen Notarztes gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns soll auf möglichst einfache und effiziente Art in Anlehnung an die für die Krankenhausfachärzte im Fortbildungskonto der Kammer bereits vorhandene Möglichkeit der Selbsteinstufung der jeweiligen Notärztin/des jeweiligen Notarztes („Selbsteinstufung als notarztspezifische Fortbildungspunkte“) ermöglicht werden.


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Sehr geehrte Damen und Herren!

Beim letzten Workshop " Juristische Fragen im Notarztdienst " sind wir eine eindeutige Antwort auf eine Frage nach der vorläufigen Todesbescheinigung schuldig geblieben: Wie besprochen kann der diensthabende Notarzt, der den Patienten zuvor nicht behandelt hat, sich auf die Todesfeststellung und den Hinweis, dass ein anderer Arzt die vollständige Leichenschau ausführen muss, beschränken. Unklar war, wie dieser Sachverhalt zu dokumentieren ist. Dies ist in der Bayerischen Bestattungsverordnung, § 3 Abs. 7, geregelt: Das Formular zur Bescheinigung der vorläufigen Todesfeststellung muss dem vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bekanntgemachtem Muster entsprechen.

http://www.blaek.de/pdf_rechtliches/extra/todesbe.pdf

Dr. Alexander Siebel



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News


Newsleter 02/2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen, was macht eigentlich die agbn? Würzburger Erklärung, Nürnberger Erklärung… Streikandrohung hier, geplanter Dienstplanboykott dort. Macht die agbn auch was? Die fahren doch bestenfalls irgendwo hin um zu beschwichtigen! Warum gibt es noch keine zentrale Aktion gegen das neue Vergütungssystem? Die waren doch sonst auch immer vorneweg? Ja, es gibt auch Freunde des neuen Vergütungssystems, die sich öffentlich äußern. Ist die agbn etwa auf deren Seite? Spielen die jetzt die Notärzte gegeneinander aus oder schlafen die einfach nur? 

In der Tat haben wir uns - mit Ausnahme einzelner Veranstaltungsbesuche, Zeitungs- und Rundfunkbeiträge - in den letzten Wochen kaum öffentlich zum Honorarproblem geäußert. Lediglich drei Grundaussagen wurden von uns gebetsmühlenartig wiederholt:

  • Wir halten das alte Vergütungsmodell für unbrauchbar. Das neue Vergütungsmodell ist im Ansatz fairer als das der letzten Jahre, allerdings dringend nachbesserungspflichtig: Der Grad der Umverteilung „groß nach klein“ überschreitet die zumutbare kollegiale Solidarität. Die Vergütung von Zweit- und Außennotärzten ist realitätsfremd. Es darf bei der Diskussion über die Vergütung keine Denkverbote geben, auch nicht was die Zunahme der Geldmenge im System betrifft. 
  • Wir lehnen jegliche Form von Notarzt-Streik ab, da dieser die Schwächsten im System - unsere Patienten - zu im wahrsten Sinn des Wortes hilflosen Opfern von Vergütungsstreitigkeiten macht. Wer zu den wie auch immer gegebenen Bedingungen der Notarztversorgung nicht mehr zur Verfügung stehen will, hat das unbestrittene Recht, seine Ermächtigung zurückzugeben, Kollegen von der Teilnahme am Notarztdienst mit Anprangern oder Mobbing abzuhalten ist dagegen inakzeptabel. Falls erforderlich sollten sich Ärzte statt mit Streik eher mit kreativeren Formen des zivilen Ungehorsams zu Wort melden, die nicht geeignet sind Patienten und den guten Ruf unseres Berufes zu gefährden.
  • Auch wenn unsere bisherigen Empfehlungen nur sehr eingeschränkt berücksichtigt wurden, wollen wir weiter kritisch, aktiv und konstruktiv an der Definition des Vergütungsmodells mitarbeiten, um die Notarztversorgung mittelfristig in Stadt und Fläche leistungs- und sachgerecht zu honorieren. Es bedarf dazu aber nicht nur des Aufzeigens von offensichtlichen Ungereimtheiten im neuen Vergütungsmodell, sondern vor allem auch der Zeit, um dessen Auswirkungen im positiven wie auch im negativen Sinne sorgfältig und objektiv analysieren zu können.

Insbesondere die letzte Aussage, unser Ziel der aktiven Mitarbeit am Vergütungsmodell, erklärt unsere Vorgehensweise der letzten Wochen. KVB und Kassen sind bezüglich der Notarztvergütung die gesetzlich definierten Verhandlungspartner, bei Uneinigkeit gibt es ein Schiedsgericht, mit dem wir bisher nie gute Erfahrungen machen konnten. Die Notärzte selbst sind im Verhandlungsprozess lediglich final Empfangende, nicht aber als Geburtshelfer und noch weniger als Zeugungsbeteiligte vorgesehen. Wir haben dennoch vor und hinter Türen und Vorhängen versucht den gesetzlich nicht vorgesehenen Einfluss geltend zu machen. Es macht daher in unserer Situation aktuell nur wenig Sinn, zu versuchen die formal autonomen Verhandlungspartner zuerst mit Säbelgerassel öffentlich unter Druck zu setzen um dann auf offene Ohren für die eigenen Anliegen zu hoffen. Druck erzeugt mehrheitlich Gegendruck und Trotz, nur selten Verständnis. 

Die letzten Wochen waren demzufolge von unserem nachhaltigen Bemühen gezeichnet, im Rahmen der Nachverhandlungen Gehör zu bekommen und die Probleme der Notärzte aktiv, fachlich fundiert und objektiv einzubringen. Politisch waren von keiner Seite mehr als Lippenbekenntnisse zu erlangen. Unsere Vorstellungen bei der KVB vorzutragen gelingt regelhaft in den Sitzungen der Beratenden Vorstandskommission. Nun war es uns aber auch möglich, unsere Bedenken bezüglich des Vergütungssystems direkt bei den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) in einem sehr offenen und ausführlichen Gespräch vorzutragen und zu diskutieren. Hierbei wurde der agbn Vertreter Michael Reng von Birgit Baier, der Regionalvertreterin für Schwaben unterstützt, beide sind mit den Berechnungsmodellen zur Notarztvergütung detailliert vertraut. Der Dialog verlief freundli ch und konstruktiv aber keineswegs immer einvernehmlich. Es ist klar, dass hier unterschiedliche Positionen vertreten wurden, dennoch konnten wechselseitig Argumente ausgetauscht werden, die erkennbar für den einen oder anderen Denkanstoß gut waren. 

In der Folge konnte nun in den Verhandlungen zwischen KVB und ARGE aber eine Kompromisslösung erzielt werden, die zwar nicht alle geforderten Punkte erfüllt, aber die erforderliche Zeit bis das Vergütungssystem anhand der erhobenen Monitoring-Daten kritisch überarbeitet werden kann, überbrücken hilft: 

  • Die Regelung zur Verlustbegrenzung wird zunächst auf das zweite Quartal 2015 ausgedehnt. Verluste bei der Berechnung der Vergütung nach dem neuen Modell die höher als 15% im Vergleich zum Vergütungsmodell 2014 ausfallen, werden finanziell ausgeglichen. 
  • Die Berechnung der Verlustbegrenzung erfolgt standortbezogen, d.h. eine Aufrechnung von Gewinn und Verlust bei der Teilnahme eines Notarztes am Dienst an mehreren Standorten erfolgt nicht.
  • Die Berechnung zur Verlustbegrenzung erfolgt automatisch, d.h. ohne dass hierzu ein Antragsverfahren bemüht werden müsste.
  • Die Verlustbegrenzung gilt für alle Notärzte, die vor dem 1.1.2015 am Notarztdienst teilgenommen haben oder ihre Ermächtigung bis zum genannten Zeitpunkt beantragt haben.
  • Die Vergütung der Einsätze von Zweit- und Außennotärzten wird rückwirkend zum 1.1.2015 von 70 auf 90€ angehoben. Diese Anhebung erfolgt zeitlich unbefristet.
  • Bis Mitte Mai werden die im 1. Quartal beobachteten Effekte der neuen Vergütungsregelung analysiert. Anhand dieser Analyse werden die Regelungen zur Verlustbegrenzung im 3. und 4. Quartal, wie auch evtl. erforderliche weitere Modifikationen des Vergütungssystems erarbeitet.

Wenngleich diese Festlegungen - wie oben bereits gesagt - nicht alle von uns vorgetragenen Forderungen erfüllen, zeigen sie jedoch in Anbetracht der Ausgangssituation, dass unsere Argumente durchaus Gehör gefunden haben. Wir halten die vorgenannte Lösung - falls diese vertraglich tatsächlich so festgeschrieben wird - für einen Schritt in die richtige Richtung und für eine akzeptable Überbrückung der Zeit, bis die Kinderkrankheiten des neuen Vergütungssystems diagnostiziert und zielgerichtet behandelt werden können. Wir hoffen, dass unsere Mitglieder und die große Mehrheit der Bayerischen Notärzte diese Einschätzung teilen. Es ist richtig, dass keine Maximalforderung erfüllt und stattdessen „nur“ ein passagerer Kompromiss erreicht wurde. Wir könnten uns in der Tat bessere Lösungen vorstellen, diese langfristig zu etablieren wird unsere Aufgabe für die Zukunft sein. Diesbezüglich wollen wir auch weiterhin unser Bestes geben und bauen darauf, wie im aktuell sehr konstruktiv geführten Verhandlungsprozess, zeitnah in die Analyse und Diskussion der Effekte des neuen Vergütungssystems eingebunden zu werden. Schließlich wollen wir unsere Kreativität am liebsten dazu einsetzen, zusammen mit KVB und ARGE eine für alle erfreuliche Vergütungslösung zu erarbeiten. Damit dienen wir nämlich nicht zuletzt auch unseren Patienten am meisten. 

Würzburg, 25. Februar 2015 

Peter Sefrin Björn Hossfeld Klaus Friedrich Michael Reng



Replik der Regionalvertreter Unter- und Mittelfranken auf den agbn-Newsletter

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der agbn-Newsletter vom 25.02.2015 kann aus Sicht der Regionalvertreter (RV) von Unter- und Mittelfranken nicht unkommentiert bleiben. Der Kommentar soll keinen Hinweis auf Dissens darstellen, sondern ist Ausdruck einer unterschiedlichen Gewichtung.

Wie wohl alle Notärzte sind auch wir der Ansicht, dass sich das alte System als ungerecht erwiesen hat. Zusammen mit der agbn forderten wir von Anfang an die Aufwertung der ein­satzschwachen Standorte. Dies war dringend erforderlich und ist es weiter.

Die Realität des neuen Vergütungssystems?

Positiver Trend an sehr vielen einsatzschwachen Standorten, eher negativer Trend an Standorten mit mehr als 3 Einsätzen in 24 (!) Stunden und desaströse Auswirkungen bei einsatzstarken Standorten – letztere abgemildert durch die KVB im ersten Quartal 2015 – unklar bleibt, mit welchen Geldmitteln!

Wie ist dieses Ergebnis entstanden?

Trotz redlichem Bemühen, die uns bekannten Zahlen zu verstehen, bleibt die Berechnung des Gesamthonorars 2015 rätselhaft. Wenn man nämlich für die Berechnung die im Jahr 2012 (!) erforderliche und tatsächlich auch erfolgte Gesamtvergütung für den Notarztdienst Bayern zugrunde legt, dann ist ziemlich klar, dass die gewünschte Besserstellung der einsatzschwachen Standorte nahezu ausschließlich durch Umverteilung finanziert wurde. Es steht nämlich zu befürchten, dass für die Berechnung der Honorarsteigerung (angeblich 8,x%) der Schiedsspruch 2012 als Ausgangssumme genommen wurde und nicht die tatsächlich erfolgte Gesamtvergütung. Hier ist dringend eine Klarstellung seitens der KVB erforderlich, um uns nicht weiter mit kryptischen Zahlenrätseln im Dunkel zu lassen. Und, um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen, eine Umverteilung, egal wie groß oder klein diese ausfällt, lehnen wir vehement ab. Struktur- und Finanzprob­leme dürfen nicht mit eigenen Geldmitteln, weder durch Umverteilung, noch durch Honorar­reduktion behoben werden. Hier sind allein die Kassen gefordert, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. In Zeiten boomender Steuer- und Sozialeinnahmen ist es auch kaum nachvollziehbar, dass ausgerechnet im Notarztwesen weiterhin gespart wird.

Unter der Voraussetzung, dass der verkündete Verhandlungserfolg verifiziert wird:

Was wurde erreicht?

  • Verlustbegrenzung von 15% ausgedehnt auf das 2. Quartal.

Wir erwarten Planungssicherheit für das gesamte Jahr 2015 und nicht ein erneutes Vertrösten für 3 Monate. Verlustbegrenzung klingt hübsch, nichts desto trotz reden wir nach wie vor über einen erheblichen Verlust von 15%! (Ohne Berücksichtigung des Realverlustes von 2006 bis 2014). Welche Berufsgruppe würde sich das gefallen lassen?

  • Standortbezogene Abrechnung

Ein Erfolg; doppelte Ungerechtigkeit wird korrigiert.

  • Verlustbegrenzung gilt für alle Notärzte und wird ohne Antrag durchgeführt

Sehr erfreulich, wenn aus unserer Sicht aber eigentlich selbstverständlich

  • Vergütung von Zweit- und Außennotärzten mit 90 €

Nach wie vor vollkommen unzureichend! Es trägt nicht dazu bei, die Spitzenabdeckung in Bayern zu stabilisieren. Ob diese Einsätze wie ursprünglich zu­gesagt mit in die Verlustbegrenzung einbezogen werden, bleibt unklar. Auch hier ist dringend Klarstellung seitens der KVB erforderlich. Dass man im übrigen diese wichtige Säule im Notarztdienst so rücksichtslos vernachlässigt, macht uns eigentlich nur noch sprachlos. Anstatt die Spitzenabdeckung durch Anpassung des BayRDG oder durch ein sinnvolles Regelwerk der Alarmierung in den Leitstellen auf feste Beine zu stellen, wird sie ohne wenn und aber eingestampft. Oder hofft man ernsthaft, Zweit – und Außennotärzte würden auch für´s halbe Geld fahren?

  • Wie es nach dem 30.06.15 weiter geht, bleibt offen.

Was bleibt zu tun?

  • Wir erwarten die Vereinbarung und Bekanntgabe eines Zeitkorridors, in dem die Ver­handlungspartner vereinbarte Ziele behandelt haben wollen.
  • Wir erwarten eine adaptierte und korrekte Informationspolitik sowohl von Seiten der KVB als auch von Seiten der Kostenträger. Es kann nicht angehen, dass „eigentlich schon beschlossene“ Regelungen erst dann verkündet werden, wenn Brandherde ent­standen sind.
  • Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum Notarztdienst von allen beteiligten Institutio­nen. Sollte es natürlich politischer und gesellschaftlicher Konsens sein, das Notarzt­wesen in seiner jetzigen Form abzuschaffen, dann soll man das bitte offen ausspre­chen. Das System kaputt zu sparen und die daraus resultierenden Probleme den Leistungserbringern (in unserem Fall also den Notärzten) in die Schuhe zu schieben, ist ein falscher und unehrlicher Weg!

Wir können und wollen dieses Ergebnis nicht schlecht reden – es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Eine zufriedenstellende Honorarsituation ist es auf keinen Fall!

Also sollte man dies beim Namen nennen, auch auf die Gefahr hin, dass uns der Vorwurf er­eilt, wir seien wieder mal mit nichts zufrieden!

Es bleibt die Frage der Perspektive: wenn man das neue Honorarsystem als Ausgangspunkt nimmt, ist das jetzige Verhandlungsergebnis als erster Schritt gut; wenn man aber schaut, wie die Verlierer des neuen Honorarsystems bis 31.12.14 vergütet wurden (keine Honorarsteige­rung für alle Notärzte seit 2006, jetzt massive Honorareinbrüche) und auf die Stabilität der Notarztversorgung (Zweit-Notarzt) Wert legt, dann ist auch das aktuelle Verhandlungsergebnis unzureichend und traurig.

 

Thomas Jarausch, RV Unterfranken                Claus Heuschmid, RV Mittelfranken




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Vergütungsregelung für Notärzte

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir hatten versprochen, dass wir uns vor und hinter den Kulissen um die erforderlichen Nachbesserungen bei der Vergütungsregelung kümmern. Wie unter Anderem
hier zu lesen war, gibt es auch erste positive Signale.

So freuen wir uns, heute mitteilen zu können, dass als erster sinniger Schritt dieses Jahres die Berechnung zur Verlustbegrenzung samt zugehöriger Vergütungsanpassung NICHT wie ursprünglich angekündigt AUF ANTRAG sondern zum Quartalsende für jede Notärztin und jeden Notarzt AUTOMATISCH erfolgen wird.

Ja, das ist nur ein sehr sehr kleiner Schritt und wir hören schon, wie die üblichen Verdächtigen jetzt lamentieren „die agbn rühmt sich für Regelungen, die wir für selbstverständlich halten und außerdem…“. Denen empfehlen wir, beim Antragsverfahren zu bleiben, denn es ist ja nicht verboten Anträge zu schreiben.

Wir sparen uns ab sofort die Anträge, bleiben dran und werden uns bemühen weiter kleine (und vielleicht auch mal große) Schritte für Sie zu gehen… lieber langsam, dafür aber vorwärts, da sind wir ungebrochen zuversichtlich. Wir halten Sie auf dem Laufen(den)...

Mit herzlichen Grüßen

Peter Sefrin und Michael Reng


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Nachbesserungen im Vergütungs-Poker

Die im Newsletter publizierten Forderung nach einer Verlustbegrenzungsregelung der Notarzthonorare wird erfüllt.

Zumindest im ersten Quartal 2015 greift eine Regelung, die Verluste von über 15% abfängt. Konkret werden am Ende des 1. Quartals alle Honorare nach alter und neuer Vergütungsregelung berechnet. Sollte sich dabei ergeben, dass eine Kollegin bzw. ein Kollege in Folge der neuen Vergütungsregelung Verluste von über 15% zu beklagen hat, wird der Differenzbetrag erstattet. Dies gilt auch für die Vergütung von Zweit- und Außennotärzten.

Wer zwischen den Zeilen lesen kann, konnte sowohl im Schreiben der KVB vom 15.12., wie auch in unserem Newsletter bereits erkennen, dass sich diese Regelung längst im Prozess der Vorabstimmung befand. Nur wegen fehlender Unterschriften im Abstimmungsprozess konnte sie erst jetzt veröffentlicht werden.
Leider haben Amateur-Berufspolitiker durch vollständig verfehlte Aktionen den Abschluss in letzter Sekunde beinahe noch gefährdet. Es wäre manchmal klüger, Aktionen mit Regionalvertretern und / oder agbn abzustimmen, um nicht wieder ein Fiasko wie bei der Zulassungsklage eines Kollegen zum Münchener Notarztdienst – die uns ja auf Jahre hinaus die Ermächtigungsgebühren beschert hat – zu erleben. Regionalvertreter und agbn sind nicht nur in Bezug auf die Finanzierung des Notarztdienstes versiert und qualifiziert informiert, sondern kennen auch die längst in den Schubladen befindlichen Antworten auf die althergebrachten wenn-dann-Drohungen. Eines muss uns allen klar sein: wer “wenn-dann” sagt muss auch bereit sein “dann” zu machen. Es wäre daher zielführend, Aktionen einzelner Standorte, die geeignet sind die Verhandlungspartner "auf stur schalten" zu lassen, im Vorfeld mit den Regionalvertretern oder mit uns abzusprechen.

Wir bleiben selbstverständlich auch über das 1. Quartal hinaus am Ball, und werden Sie informieren.


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Aktuelle Presseerklärung zum Thema - Größte Notarzt-Fortbildung Deutschlands
PDF-Dokument (PDF-Dokument - 68 kB)
 

Abrechnungsprogramm agbnDOC ist verfügbar!


Die agbn hat sich um eine Vereinfachung der Abrechnung mit der KVB bemüht und ein Abrechnungsprogramm agbnDoc erstellt.

Es handelt sich um ein kostenloses, von den Studenten der Medizininformatik an der Hochschule Regensburg programmiertes Offline-Abrechnungsprogramm für die Bayerischen Notärzte. Sie können damit alle von emDoc zur Abrechnung erforderlichen Angaben für beliebig viele Einsätze auf Ihrem Computer eingeben und speichern.


>> weiter zum Abrechnungsprogramm agbnDOC >>

 

Sind Sie Notärztin oder Notarzt?
Oder interessieren Sie sich für die Notfallmedizin in Bayern?

Dann sollten Sie unseren agbn-Newsletter abonnieren! Etwa alle zwei Monate (bei Bedarf öfter) informieren wir Sie dann schnell, umfassend und natürlich kostenlos über aktuelle Entwicklungen des Notarztdienstes und der Notfallmedizin in Bayern. Aktueller und kompetenter erhalten Sie diese Informationen nirgends.

So abonnieren Sie den agbn-Newsletter:
Registrieren Sie sich auf http://www.cme-agbn.de.

 

"Critical Incident Reporting System - CIRS" für die Notfallmedizin

Notfallmedizin ist eine ausgesprochene Hochrisiko-Tätigkeit: Nicht selten schwer kranke oder verletzte Patienten, manchmal rapide Verschlechterung, ungünstige Umgebung... Unter diesen schwierigen Bedingungen kommt es immer wieder zu "critical incidents", das heisst kritischen Ereignissen, die häufig gerade noch gut gehen.
Analysiert man solche critical incidents, so kann man typische, immer wieder auftretende Hochrisiko-Situationen identifizieren und daraus Schlüsse ziehen, wie diese critical events erheblich reduziert und die Sicherheit für die Patienten und Notärzte erhöht werden können.
In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (agbn) wurde deshalb ein Internet-basiertes, absolut anonymes "Critical Incident Reporting System - CIRS" entwickelt. Wir bitten Sie herzlich uns über diese Website critical events/Hochrisiko-Situationen aus dem Notarztdienst zu berichten - die Anonymität ist absolut gewährleistet, die Herkunft des Berichtes kann nicht zurückverfolgt werden. Wir, ein Expertengremium unter Beteiligung der agbn, werten die Berichte aus und stellen Ihnen die Ergebnisse vor, zum Beispiel bei unseren Fortbildungsveranstaltungen.
Damit tragen Sie und wir erheblich dazu bei, dass unsere schwer erkrankten oder verletzten Patienten noch besser und sicherer behandelt werden können. Wir danken Ihnen jetzt schon für Ihre Berichte!


http://www.cirs-notfallmedizin.de


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Der Webmaster der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte


Die agbn - Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte ist Mitglied in der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.V. (BAND) und Partner von Dr. Heinrich Hindelang - Zahnärzte Nürnberg, welcher unter anderem Implantologie in Nürnberg anbietet.
01.4.2015 1:39:50